DRY-NEEDLING

PHYSIOTHERAPIE

Dry-Needling ist eine Methode zur Behandlung von muskulären Triggerpunkten (lokale, sehr verspannte Punkte in einem verhärteten Muskel). Unter Triggerpunkten versteht man kleinste Muskelfasern, die sich zusammenziehen und verkleben (Muskelhartspann). Sie sind nicht mehr in der Lage, sich von selbst zu entspannen. Dabei ist das Muskelgewebe gleichzeitig überlastet und auch in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Daraus resultiert dann Schmerz.

Mit Dry-Needling wird angestrebt, verspannte Muskelbereiche und den damit verbundenen Schmerz zu lösen. Dabei werden dünne, fadenförmige und „trockene“ Nadeln direkt in eine Muskelverhärtung, den sog. Triggerpunkt, gestochen.

Doch was ist jetzt der Unterschied zwischen Dry-Needling und Akupunktur?
Während die Akupunktur die Aufgabe hat, das „Qi“, die Lebensenergie des Körpers wieder zum Fließen zu bringen, indem eine Nadel über einem bestimmten Punkt in die Haut eingeführt wird, wird beim Dry-Needling die Nadel in das Muskelgewebe geführt, um eine körperliche Reaktion hervorzurufen.

Bei der Akupunktur sticht man Meridiane – Reflex- bzw. Akupunkturpunkte – eine energetische Maß­nahme. Im Dry-Needling hat man die Muskel- und Anatomiestruktur im Fokus – man sticht sog. Trigger­punkte.

Auch wenn beide Behandlungsformen zur Behandlung von Triggerpunkten eingesetzt werden, gibt es Unterschiede:
Bei der Triggerpunkt-Therapie therapiert man mit den Händen, beim Dry-Needling mit Nadeln. Nadeln können den Vorteil haben, punktgenau zu arbeiten und somit darüberliegendes Gewebe nicht so stark zu reizen, wie das bei großflächigem Druck passieren kann. 

Anna Rampp

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